Imaging@CSB

Die Bildgebung des Gehirns ist eine Schlüsseltechnologie sowohl in der Grundlagen- als auch der klinischen Schlaganfallforschung. Ein Schwerpunkt des CSB sind die Entwicklung und Implementierung modernster bildgebender Methoden für den Einsatz in experimentellen Schlaganfallmodellen und bei Patienten.

Experimentelle Schlaganfallmodelle

Bildgebung des Gehirns bei Nagetieren wird von CSB-Wissenschaftlern genutzt um die Pathophysiologie des Schlaganfalls zu untersuchen und sozusagen einen pathobiologischen "Fingerabdruck" für Translationsstudien unter Verwendung der gleichen oder entsprechender Bildgebungsverfahren beim Menschen zu erhalten. Für die nicht-invasive hochauflösende Bildgebung der Morphologie sowie funktioneller Parameter im Gehirn (wir z.B. Blutfluss, Diffusion etc.) stehen zwei präklinische 7 Tesla Magnetresonanztomographen zur Verfügung.

Bildgebungsstrategien

Die Gehirnbildgebung ist das Hauptdiagnosewerkzeug beim Schlaganfall und entscheidend für translationale Forschung, da die gleichen Modalitäten (z.B. MRT, SPECT, PET) in der präklinischen Forschung und bei Patienten angewendet werden können. Zu diesem Zweck hat das CSB miteinander vernetzte Strukturen aufgebaut, die sich vom Berlin Experimental Radionucleoid Imaging Center (BERIC) bis hin zur präklinischen MRT Core Facility „7T experimentelle MRTs und dem Human-3T-MRT-Scanner auf der Stroke Unit erstrecken. Gemeinsam haben CSB-Forscher und Kliniker neue bildgebende Strategien etabliert, die Mechanismen der Hirnschädigung untersuchen und Möglichkeiten diese abzufangen, zum Beispiel:

  • Mechanismen der Beeinträchtigung der Blut-Hirn-Schranke nach Schlaganfall bei Mäusen und die Rolle von Entzündungsprozessen dabei

  • Bildgebung der Störung der Blut-Hirn-Schranke und Entzündung nach experimentellem Schlaganfall mittels Eisennanopartikeln im MRT

  • Darstellung der Gewebeoxygenierung mittels Perfluorcarbonemulsionen und Fluor-19 MRT

  • Erfassung von Veränderungen der Gehirnverbindungen mittels Diffusions- und funktioneller MRT

  • spezifische Bildgebung des ischämischen Zelltods mit optischen, radioaktiven oder MRT-Bildgebungsmethoden.

Ein besonderer Schwerpunkt der Bildgebungsaktivitäten im CSB liegt auf der Validierung und Verbesserung des sogenannten "Mismatch-Konzepts". Dieses Konzept beruht in den meisten klinischen Anwendungen auf perfusionsgewichteter (PW) und  diffusionsgewichteter (DW) MRT, um Patienten protektiven Therapien zuzuweisen oder zur die finalen Schädigungen zu prognostizieren, z.B.

  • Die 1000plus Studie wurde eingerichtet, um die Vorhersagegenauigkeit des Mismatch-Konzepts bezüglich des Gefäßstatus und der Verzögerung zwischen Symptombeginn und MRT-Untersuchung zu definieren.

  • Die WAKE-UP-Studie - eine europäische multizentrische randomisierte kontrollierte Studie, die die Wirksamkeit und Sicherheit von MRT-basierter Thrombolyse bei Patienten mit unbekannten Symptombeginn untersucht - wird in Kooperation mit der Universität Hamburg (UKE) durchgeführt. Die Studie wird von der UKE Hamburg koordiniert und das CSB koordiniert die Standorte in Deutschland.
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