29.08.2019

Paper of the Month 07/2019

High-resolution DWI identifies ischemic lesions in a majority of

Hotter B, Galinovic I, Kunze C, Brunecker P, Jungehulsing GJ, Villringer A, Endres M, Villringer K, Fiebach JB

Ann Neurol. 2019 Jul 12. doi: 10.1002/ana.25551. [Epub ahead of print]

PubMed

Transiente ischämische Attacken (TIA) werden klassischerweise als fokal-neurologisches Defizit infolge einer cerebralen (oder retinalen) Ischämie definiert, das maximal 24 Stunden anhält. Mit herkömmlicher diffusionsgewichteter Bildgebung an 1,5 Tesla Systemen lassen sich bei etwa 34 % aller TIA Patienten ischämische Läsionen identifizieren. Hierauf basierend gab die American Stroke Association 2009 eine neue Definition für TIAs aus, wonach das 24 Stunden Kriterium verlassen wurde. Stattdessen fordert die Definition den fehlenden Nachweis von Gewebsschädigung in der Bildgebung.

In dieser sekundären Auswertung der 1000Plus Studie untersuchten wir den Anteil von TIA Patienten mit ischämischen Läsionen, die mittels hochauflösender DWI (hrDWI) nachgewiesen werden können, und untersuchten klinische und radiologische Determinanten hierfür.

In dieser Kohorte von 446 TIA Patienten (definiert nach klassischen Kriterien) fanden wir bei 240 Patienten (54%) ischämische Läsionen in der hrDWI. Bei diesen Patienten fanden sich signifikant häufiger Gefäßverschlüsse in der MRA (OR 4.4 [95% CI 2.4-8.1]) und Perfusionsdefizite (OR 4.1 [95% CI 2.5-6.6]). Das initiale klinische Syndrom war bei Patienten mit ischämischen Läsionen gemessen anhand des NIH Stroke Scale Scores schwerer, die mittelfristige Prognose gemessen anhand der modified Rankin Skala nach 3 Monaten blieb zwischen beiden Gruppen unverändert. Patienten mit hrDWI Läsionen zeigten ein höheres Rezidivrisiko gemessen am ABCD2 Score.

Dr. med. Benjamin Hotter ist Facharzt an der Klinik für Neurologie, Mitarbeiter der AG Meisel - Zerebrovaskuläre Erkrankungen (NeuroCure), und ist zudem assoziiert zur AG Fiebach / CSB Neuroradiologie.

Dr. Ivana Galinovic ist Fachärztin an der Klinik für Neurologie und Mitarbeiterin der AG Fiebach / CSB Neuroradiologie.

Dr. med. Kersten Villringer ist Fachärztin an der Klinik für Neurologie und Mitarbeiterin der AG Fiebach / CSB Neuroradiologie.

Prof. Dr. med. Jochen B. Fiebach ist Oberarzt an der Klinik für Neurologie und Leiter der CSB Neuroradiologie.

Die Veröffentlichung des Monats wird jeden Monat von den Direktoren des CSB, aus den Veröffentlichungen des CSB und der Klinik für Neurologie ausgewählt.

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