AG Gertz

PD Dr. med. Karen Gertz
Charité, Centrum für Schlaganfallforschung Berlin
karen.gertz(at)charite.de

Profil

Frau Priv.-Doz. Dr. Gertz besitzt langjährige Erfahrung in der experimentellen Schlaganfallforschung, wobei Langzeituntersuchungen nach Schlaganfall im besonderen Interesse stehen. Sie untersucht die Zusammenhänge und wechselseitige Beeinflussung von Inflammation und regenerativen Prozessen nach Schlaganfall einschließlich Angiogenese und neuronaler Plastizität. Frau Dr. Gertz ist Fachärztin für Neurologie und Oberärztin der Stroke Unit der Charité am Campus Mitte.

Gertz | Publikationsliste / Charité Forschungsdatenbank

Ausgewählte Publikationen

Exofocal dopaminergic degeneration as antidepressant target in mouse model of poststroke depression.
Kronenberg G, Balkaya M, Prinz V, Gertz K, Ji S, Kirste I, Heuser I, Kampmann B, Hellmann-Regen J, Gass P, Sohr R, Hellweg R, Waeber C, Juckel G, Hörtnagl H, Stumm R, Endres M.
Biol Psychiatry. 2012 Aug 15;72(4):273-81. doi: 10.1016/j.biopsych.2012.02.026.
PMID:22464799

Essential role of interleukin-6 in post-stroke angiogenesis.
Gertz K, Kronenberg G, Kälin RE, Baldinger T, Werner C, Balkaya M, Eom GD, Hellmann-Regen J, Kröber J, Miller KR, Lindauer U, Laufs U, Dirnagl U, Heppner FL, Endres M.
Brain. 2012 Jun;135(Pt 6):1964-80. doi: 10.1093/brain/aws075.
PMID:22492561

Impuls

Ein signifikanter Prozentsatz aller Schlaganfallpatienten entwickelt binnen Jahresfrist eine Depression. Die psychische Belastung verbunden mit der körperlichen Behinderung kann die Entwicklung einer Depression nach Schlaganfall begünstigen. Jedoch spricht die - im Vergleich zu orthopädischen Patienten mit dem gleichen Ausmaß funktioneller Behinderungen - größere Verbreitung von affektiven Symptomen bei Schlaganfallpatienten ebenso wie das Vorkommen von Depressionen bei Patienten mit Anosognosie gegen eine rein psychologische Verursachung der Depression nach Schlaganfall. Die Depression bei Schlaganfallpatienten ist von großer klinischer Bedeutung. Sie nimmt oft einen chronischen Verlauf und ist mit erhöhter Morbidität, Mortalität und einem schlechteren funktionellen Therapieergebnis verbunden. Eine frühe Pharmakotherapie mit Antidepressiva kann eine Depression nach Schlaganfall verhindern. Darüber hinaus kann die antidepressive Behandlung das langfristige Überleben fördern und positive Auswirkungen auf verschiedene Aspekte der Genesung einschließlich motorischer Wiederherstellung, Tätigkeiten des alltäglichen Lebens sowie allgemeine kognitive und exekutive Funktionen haben.

Wichtigstes Projekt

Funktion wiederherstellen

Poststroke Depression

Ziel ist es, die komplexe Interaktion zwischen Schlaganfall und Depressivität weiter mechanistisch aufzuklären.
Fortsetzung/Projektbeschreibung

Weitere Projekte

Sekundäre Veränderungen im Mittelhirn nach Schlaganfall
Aufbauend auf den experimentellen Ergebnissen haben wir begonnen, sekundäre Veränderungen im Mittelhirn bei Schlaganfallpatienten mittels MRT zu untersuchen. Diese bildgebenden Befunde werden dabei mit dem Auftreten neuropsychiatrischer Symptome korreliert (translationale klinische Studien: Model Lesion & PostPsydis).

Stress und vaskuläres Risiko
Aufbauend auf unseren Ergebnissen innerhalb des CSB-Konsortiums waren wir in der Lage, Fördermittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für die Untersuchung der Effekte von psychosozialem Stress auf das Schlaganfallergebnis einzuwerben. Dieses Projekt konzentriert sich auf die molekularen Mechanismen von Zellalterung (mitochondriale Dysfunktion, Biologie der Telomere), die zu einer vaskulären Schädigung führen.

Das Aktinzytoskelett, Alterung und Neurodegeneration
Die pathologische Verfestigung des Aktinzytoskeletts ist ein wichtiger Aspekt von Neurodegeneration und zellulärer Seneszenz. Hier untersuchen wir die Effekte einer verstärkten Einsteifung des Aktinzytoskeletts auf die Entwicklung des metabolischen Syndroms.

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