Master Cerebrovascular Medicine

Achtung: Wir rekrutieren keine weiteren Studierenden für diesen Studiengang!

Hintergrund

Der weiterbildende Studiengang Cerebrovascular Medicine (CVM) wurde 2008/2009 im Rahmen des Centrums für Schlaganfallforschung Berlin (CSB) an der Charité – Universitätsmedizin Berlin eingerichtet. Ziel war es, die Forschungskompetenz von primär klinisch tätigen Assistenzärzten*innen zu stärken und eine Karriereentwicklung auf der Schnittstelle von Forschung und Klinik zu fördern. Inhaltlich fokussiert der Studiengang auf Schlaganfallforschung und klinische Studien auf diesem Gebiet. Das blended learning-Konzept erlaubt es, den Studiengang ortsungebunden und neben einer beruflichen Tätigkeit zu absolvieren. Finanziert wurde der Studiengang (Sachmittel und Personal) für die ersten fünf Jahre aus Drittmitteln (IFB-BMBF). Seit 2013 trägt er sich durch eingenommene Studiengebühren.

Erfolge

Die erste Kohorte begann den Studiengang 2009. Alle sieben Studierenden waren Mitarbeiter*innen des CSB bzw. der Charité. Sechs sind Mediziner*innen, eine kommt aus der Ökotrophologie. Drei sind weiblich, vier männlich. Alle schlossen den Studiengang erfolgreich ab, können auf eine respektable Publikationsleistung verweisen und gehen Ihren Weg auf besagter Schnittstelle von Forschung und Klinik. Dieses Studierendenprofil bleibt über die Jahre konstant, ergänzt um den wachsenden Anteil internationaler Teilnehmer*innen, der heute bei ca. 75% liegt. Das Lehrkonzept wurde mittels regelmäßiger Evaluation kontinuierlich verbessert. 2013 wurde der Studiengang akkreditiert. Eine Absolventenbefragung attestiert zudem einen hohen Grad an Zufriedenheit mit dem Programm. Neben der inhaltlichen Weiterbildung wird hier insbesondere auch das internationale Netzwerken als besonders wertvoll hervorgehoben. Das Konzept überzeugt auch Sanofi und Pfizer, die den Studiengang mit großzügigen Spenden unterstützten.

Herausforderungen

Thematisch ist der Studiengang ein Nischenprogramm. Dazu kommt ein nicht unerheblicher finanzieller und zeitlicher Aufwand für die Teilnehmer. Trotz intensiver Marketingbemühungen bleibt die Anzahl der Studierenden daher konstant niedrig. Dem gegenüber steht der Lehraufwand für die Dozenten*innen: Lehrmaterial erstellen, Seminare geben, Prüfungsleistungen korrigieren, und insbesondere auch Masterarbeiten betreuen. Das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen weist hier einen negativen Saldo auf.

Konsequenzen/künftige Entwicklungen

Dennoch behalten der Anspruch und die Notwendigkeit, forschungsorientierte Mediziner*innen in ihrer beruflichen Entwicklung zu fördern, ihre Bedeutung; auch über die Förderperiode des CSB durch das BMBF hinaus. Mit dem Clinician Scientist Programm des Berlin Institute of Health (BIH) verfügt die Charité über ein Disziplinen-übergreifendes und mit Stipendienmitteln für forschungsfreie Zeit ausgestattetes Werkzeug, um diesen Karriereweg zu unterstützen. Hier gab es in der Vergangenheit bereits personelle Überschneidungen, also Studierende im Studiengang wurden ebenfalls als Nachwuchswissenschaftler am BIH gefördert. Diese Synergie werden wir künftig weiter nutzen. Der Studiengang an sich wird voraussichtlich eingestellt werden. Etablierte Inhalte in Form von Lehrmodulen und insbesondere eLearning-Material sollen aber für die Ausbildung im Rahmen des Clinician Scientist übernommen und von der BIH Academy weiterentwickelt werden. Es ist somit geplant, die Elemente des Studienganges in ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept einzubetten.

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